Donnerstag, 5. Juli 2012

Rollender Götterfels - #3 - Gildige Gildenkriege

Heute möchte ich mich einem der Hauptaspekte von Guild Wars 2 widmen. Den Gilden. Jeder der schon einmal ein Multiplayer-Spiel gespielt hat, kennt in etwa die Organisation zu der ein solches Spiel grundsätzlich führt. Einzelne Spieler rotten sich zusammen, zu Gilden, zu Clans, zu Allianzen und weiß der Geier was nicht noch. Diese Gilden werden das In.Game zuhause des Spielers, er beginnt sich mit seinem Gildenkürzel zu identifizieren und verbringt seine Zeit mit Menschen die als angenehm empfindet.
Der Gundaufbau dieser Spielersammelbecken ist meist gleich. Man hat einen coolen Namen, einen Gildenleiter und meist einige Ratsmitglieder bzw.  Stellvertrer. Es kommt halt darauf an wie groß die Gilde ist. Zusätzlich hat man ein Gildenwappen, in den meisten Fällen eine in-Game Gildentruhe und so weiter und so fort. Dazu werden die Abende innerhalb der Gilden zu großen Teilen organisiert mit Trainingsabenden, Rollenspielabenden etc. Also alles, um eine Gemeinschaft zu schaffen, mit der man gerne seine Freizeit verbringt. Denn schließlich geht es darum in einem Spiel: Man will Spaß haben.
Allerdings ist dieses System wie wir es kennen meist etwas beschränkt. Man spielt miest lediglich in einer Gilde. Ob das nun gut oder schlecht ist muss jeder für sich selbst entscheiden. Natürlich ist dieses Ein-Gilden.Konzept nicht zwingend, es gibt genügend SPieler die auf einem Spielserver mit ihren Chars in verschiedenen Gilden sind und es gibt eingie SPieler, die in einem LAN-, einem Fun- und einer Competitive-Clan spielen.
Guild Wars 2 versucht in diesem Bereich eine ähnliche Änderung des Denkens anzustoßen, wie sie es mit der für MMORPGs typischen Holy Trinity durchziehen. Und da ich mich nun endlich minimalst über die Änderungen des normalen Systems bzw. dem grundsätzlich anderem Verständnis vom Spieler zu Gilde-Verhältnis informiert habe, werde ich nun einen weiteren Artikel der Junkies vorstellen und ein wenig kommentieren. Denn damit wir uns richtig verstehen: Im "Rollende Götterfels" stelle ich Dinge in und um GW2 vor. Da das "in" aufgrund des noch nicht releasten Spieles ausfällt, suche ich Dinge die mich interessieren, die andere interessieren könnten aber vermutlich noch nicht von jedem gelesen/gesehen wurden. Das dazu.

Nun denn. Der Artikel auf dem mein Getippe hier basiert heisst "5 Gründe, warum ich das GIldensystem in GW2 liebe". Nun, erst einmal würde ich persönlich nicht von Liebe sprechen, die lasse ich dann doch eher im reallife geschehen. Und zweitens bin ich mir sehr wohl bewusst das auch in der gestrigen Ausgabe des RG eine Rangordnung bzw. Aufzählung den Mittelpunkt des und meines Artikels darstellte. Das nehmen wir aber einfach mal hin...weils mir total egal ist.


1. Man kann gleichzeitig Mitglied in verschiedenen Gilden sein. Und das mit ein und dem selben Charakter. Allerdings kann man immer nur eine Gilde repräsentieren. Zum Verständnis: Ich logge mich mit meinem Imba-Mesmer or whatever ein und starte in meiner Heimatgilde "Senkfußeinlage". Diese ist grade entweder massiv überfüllt oder vollkommen leer oder jeder mach irgendetwas anderes. Plötzlich kommt ein whisper eines Mitglieds deiner PvP-Stammgruppe. Statt das ihr euch einfach in eine Gruppe lädt, wechselst du nun in deren Gilde "Die Rummelboxer". Und verbringst deinen Abend mit diesen Leuten. Der Vorteil: Du sammelst Punkte für deine SG-Gilde und natürlich weit wichtiger: DU bist prinzipiell frei in deiner täglichen Spielentscheidung. Für viele mag das nun nicht wirklich revolutionär oder überhaupt interessant wirken. Allerdings kennen viele das Gefühl: Man koggt ein, keiner aus der Gilde ist da mit dem man was machen kann, also loggt man wieder aus. Dieser Reaktion versucht man mit dieser Mechanik zuvor zu kommen.

2. Gilden sind nicht Charakter- sondern Account gebunden. Ja! Meine Fresse es geht doch! Vorbei ist die Zeit, in der man stundenlang auf einen offiziellen der Gilde warten musste, um Twink Nummer 24 in die Gilde geladen zu bekommen. Außerdem, und das ist das wichtigste, kann dieser Char in jede Gilde aus der Account-Gildenliste joinen. Oder auch nicht. Freie Wahl. Top Idee. Pain in the ass für organisationswütige Gildenleiter. Haha!

3. Das Gildenfenster zeigt nicht nur wer von den Spielern gerade on ist, sondern auch wo er sich aufhält, Welche Stufe er ist, welchen Beruf er wie weit gecraftet hat und vieles mehr. Jeder Spieler wird also ein bisschen...nein, eigentlich komplett gläsern. Prinzipiell wird hiermit die bisherige Praxis der Mitgliedernotiz ausradiert. Ich hoffe allerdings, dass sich jeder Spieler aussuchen kann, wie viel er von sich preisgibt. Ich denke nicht das jeder alles über jeden in-Game wissen sollte. Da bekommt man ja Verfolgungswahn.

4. WIe vorher erwähnt bekommt man durch das spielen für eine Gilde Gildenpunkte bzw. Gildeneinfluss. Mit diesem Einfluss kann die Gilde Verbesserungen und Buffs kaufen. Von EP-boost bis zu Gildenrüstungen sowie Kriegsgerät. Long-Scale-PvP Veteranen ist diese Funktion bekannt und ich bin sehr gespannt, wie das Ganze in der Praxis bei GW2 funktionieren wird. Bisher kann ich dazu leider so gar nichts sagen, deswegen spare ich mir meine Meinung auf bis ich das erste mal wegen zu hoher kosten oder imba-Buffs in einen Rage-Zustand verfalle.

5. Ehrlich gesagt weiß ich nicht ob ich das Ernst nehmen soll oder kann. Prinzipiell arbeit man wohl daran, das Dinge wie der Gildenchat, das AH, Die Weltkarte und damit verbunden der Stand im WvW jederzeit vom Smartphone aus abrufbar sein soll. Also wenn das kommt..meine Herren, dann bin ich wirklich begeistert. Aber das klingt etwas zu schön um wahr zu sein, weswegen ich da mal nicht so viel Hoffnung reinsetzen werde.

Und das wars auch schon wieder für heute. Dieser kurze Einblick kann hoffentlich helfen, die Unterschiede bei der Auffassung einer Gilde von ArenaNet im Vergleich zum bisher Bekannten zu erkennen. Wenn die Ideen von ArenaNet und deren Ziel nicht klar geworden sein sollen, einfach kommentieren/fragen oder warten bis das Thema in einem weiteren Text von mir auftaucht und dann evtl. klarer dargestellt wird.

2 Kommentare:

  1. Wenn ich ganz ehrlich bin ist das Gildensystem im Moment das einzige mit dem ich mich nicht anfreunden kann. Mitglied in mehreren Gilden zu sein, da halte ich persönlich nichts von. Eine Gilde ist für mich die Entscheidung für eine Gemeinschaft mit denen ich meine Ingame Zeit verbringen möchte. Ich muss mich auf die Leute einlassen können und zwar unabhängig ob ich PvP, PvE oder egal was machen möchte.

    Ist vielleicht ein bischen altmodisch aber ich behaupte das bei Multigildenmitgliedschaft der Bezug zur einzelnen Gilde verloren geht. Das mag noch funktionieren wenn man eine kleine Gilde mit RL Freunden oder so nebenher hat (wobei sich mir da die Frage aufdrängt warum man dafür unbedingt 2 Gilden braucht), aber wenn man in einer für RP einer für WvW einer für PvE und in noch einer wenn es draußen regnet ist, dann bezweifle ich einfach das man sich den einzelnen Gilden noch irgendwie verbunden fühlt.

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  2. Ich verstehe dich da definitiv. Persönlich, habe ich dem System gegenüber auch gemischte Gefühle. In WAR hatte ich ja das "Vergnügen" in mehreren Gilden auf verschiedenen Servern zu sein. Das fand ich so vollkommen in Ordnung. Ich denke, das man für sich selbst sowieso bewusst eine "HEimatgilde" auswählt zu der man den größten und tiefsten Kontakt pflegt. Alle weiteren Gilden sind dann meist Mittel zum Zweck. Diese Verbundenheit und Gemeinschaft die viele durch ihre GIldenwahl suchen und erhoffen, wird dadurch glaube ich nicht kaputt gehen, da es immer auf die Grundeinstellung des Einzelnen ankommt. Und wie gesagt, eine Heimat wird sich jeder irgendwie einrichten.

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